KIA-Aquafarm Limited, Dublin

KIA steht für „Kazan Investment Alliance“. Die Kia-Aquafarm ist die disruptive Innovation der Zucht von Fischen, Garnelen und Weinbergschnecken. Auf der Webseite wird viel Positives versprochen, beim genaueren Hinsehen wird die Kehrseite der Medaille sichtbar.

blickinsgruene.at - KIA Aquafarm

KIA-AQUAFARM verspricht auf ihrem Internetauftritt das sprichwörtliche „Blaue vom Himmel“: Ein Investment von 150.000.000 €, 180 Jobs in der Fischzucht, 90 – 100 in der Verarbeitung, die größte Indoor-Fischzucht der Welt, alles in einem geschlossenen Kreislauf, 100% erneuerbare Energie, Geothermie und CO2-Neutralität klarerweise, begrünte Fassaden, Kinderbetreuungsplätze, Personalwohnhaus sowie ein Besucherzentrum.

Die Kehrseite der Medaille wird erkennbar, wenn man Umweltaspekte in Betracht zieht:

19 Hektar Wald werden an die Investoren verkauft, davon werden 12 Hektar geschlägert, 3 Hektar sind für die Verarbeitung im Gewerbegebiet von Fürstenfeld erforderlich. Parkplätze, Zufahrten, die Bautätigkeit dieses großen Bauvorhabens, die Beeinträchtigung der Natur, der Wasserverbrauch finden keine Erwähnung. Die „Wassertiere“, die in dieser Indoor-Anlage gehalten werden sollen, sind alles andere als „heimisch“ – die aus Nordamerika stammende Regenbogenforelle, der Afrikanische Wels und der Nil-Tilapia (beides Raubfische), der berüchtigte Pangasius aus Südost-Asien, der Stör (für den Kaviar), verschiedene Garnelenarten und Weinbergschnecken.

Bereits 2014 wurde ein Standort in Ilz gesucht, 2019 in St. Johann in der Haide ein nahezu identisches Projekt angekündigt und damals in den Medien beschrieben. Es sollten dort im Ghartwald (im Besitz der Stadtgemeinde Hartberg) mit einem 40 Mio. €-Projekt 10.000 Tonnen Fische produziert werden. Die Gemeinden Hartberg und St. Johann ließen das Projekt bereits in einem frühen Planungsstadium fallen, aus der Großinvestition wurde nichts. Arbeitsplätze und Betriebsansiedlungen auf bereits versiegelten und gewidmeten Flächen braucht Fürstenfeld – dafür Wald zu roden ist, nicht zu tolerieren.

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