Grüner Sieben-Punkteplan für echten Bodenschutz

Aktuell erarbeiten die Grünen in der Gemeinde Gratwein-Straßengel gemeinsam mit allen politischen Fraktionen Leitlinien, wie sie in Zukunft mit dem Thema „Wohnen in der Gemeinde“ umgehen wollen. Vor Kurzem wurde ein 7-Punkte-Plan vorgestellt.

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1. Beurteilung der Notwendigkeit von Neubauten nach festgelegten Kriterien

Wenn gebaut wird, soll dies bedarfsgerecht, zentrumsnah, mit Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie mit einem Fuß- und Radwegkonzept und unter Berücksichtigung aller klimawandelrelevanten Gesichtspunkte (Versickerung, Beschattung, Begrünung etc.) geschehen.

2. Einführung eines Baulandkontos

Wie in jeder steirischen Gemeinde gibt es auch bei uns Bauland, das gewidmet, aber noch nicht bebaut ist. Das Ziel der Gemeinde muss sein, keine neuen Widmungen mehr zuzulassen, ohne dass auf der anderen Seite auch Grünland gesichert werden kann.

3. Bodenfonds für eine aktive Bodenpolitik als Voraussetzung für ein Baulandkontomodell

Das Land Steiermark soll nach Tiroler Vorbild einen Bodenfonds für Gemeinden einrichten, damit diese die notwendigen finanziellen Mittel erhalten, um Grundstücke erwerben zu können.

4. Ende der sogenannten Auffüllungsgebiete

Dabei handelt es sich zumeist um landwirtschaftlich genutzte Freilandflächen, die als Bauflächen vorgesehen und daher schnell umgewidmet werden können. Die Umwidmung dieser Gebiete befeuert die Zersiedelung bzw. das Ausfransen an den Ortsrändern.

5. Gezielte Stärkung der Ortskerne

Dies erfolgt durch eine grüne und lebenswerte Gestaltung des öffentlichen Raums und durch verschiedene Nutzungen im Ortskern.

6. Begrünung erhalten und vorantreiben

Bebauungspläne sollen gezielt für den Grünflächenerhalt und die Bepflanzung eingesetzt werden, wo immer möglich, sollen Entsiegelungsmaßnahmen umgesetzt werden.

7. Zukunftsbild - Leerstand von Einfamilienhäusern

Schon heute müssen wir zukunftsgewandt Wohnformen wie Mehrfamilien- oder Mehrgenerationenhäuser in der Ortsentwicklung mitdenken! Eine Wohnbedarfsanalyse soll außerdem sicherstellen, dass wir eine bedarfsgerechte Entwicklung gewährleisten.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Verunsicherung der Bevölkerung durch manche Parteien mittels eigener fragwürdiger Prozesse und „Beratungen“ kontraproduktiv ist, denn unser Ziel, echten Bodenschutz zu gewährleisten, können wir nur gemeinsam erreichen.