Noch ein Parkplatz in Zwaring. Muss das wirklich sein?

In ganz Österreich ist das Thema Bodenschutz allgegenwärtig. Dennoch soll in Zwaring eine weitere Wiese einem unnötigen Parkplatz weichen.

blickinsgruene.at - Dobl-Zwaring - Parkplatz - Kiga_c Astrid Wirth

Vor der Volksschule, dem Kindergarten und der Kinderkrippe gibt es in Zwaring insgesamt 34 Parkmöglichkeiten. Darüber hinaus gibt es vor der Volksschule einen ausgedehnten Bereich, der sicherstellt, dass Schüler:innen gefahrlos ein- und aussteigen können. Des Weiteren gibt es zahlreiche Parkplätze am Tennisplatz, verbunden mit einem Gehweg zur Schule und dem Kindergarten. Es ist sicherlich zumutbar, zwei Minuten von diesem Parkplatz zum Kindergarten oder zur Volksschule zu gehen. Dank der verbesserten Busverbindungen ist zudem zu erwarten, dass immer mehr Schüler:innen den öffentlichen Verkehr nutzen werden.

Die vorhandenen Parkmöglichkeiten sollten also ausreichen, um die Notwendigkeiten an Veranstaltungstagen abzudecken. Im Notfall gibt es an Elternabenden und dergleichen immer noch die Möglichkeit, am Straßenrand zu parken. Die Entwicklung eines Radverkehrskonzepts für Dobl-Zwaring wird ebenfalls dazu beitragen, die Situation zu entspannen. In Zeiten der Klimaerhitzung ist es nicht mehr zeitgemäß, überflüssige Parkplätze zu errichten. 

Die fragliche Wiese wurde von der Gemeinde erworben. Die Grünen werden einer Umwandlung dieser Fläche in einen Parkplatz sicherlich nicht zustimmen. Stattdessen könnten diese und die angrenzende Wiese in Gemeindebesitz in ein kleines Paradies verwandelt werden. Mit standortgerechten, ökologisch wertvollen Bäumen und Sträuchern bepflanzt, einer Blumenwiese und Parkbänken, könnte diese Fläche ein wertvoller Lebensraum für Tiere werden und den Menschen in Zwaring einen naturnahen Rückzugsort bieten.

Es gibt genügend Beispiele, wie man solche Projekte erfolgreich gestalten kann. Ein Blick nach Fernitz könnte der Bürgermeisterin hier als Inspiration dienen. In Zeiten des Bodenfraßes und der Klimaerhitzung ist die weitere Verschwendung von Lebensraum für Asphaltwüsten jedenfalls das Letzte, was wir brauchen.