Boden gut machen statt Zukunft verbauen

Vier Fußballfelder. So viel wertvoller Boden geht täglich in der Steiermark verloren. Allen Lippenbekenntnissen zum Trotz wird die Steiermark nach wie vor im Rekordtempo verbaut. Das muss gestoppt werden.

blickinsgruene.at - Sandra Krautwaschl - Boden gut machen

Boden ist ein knappes Gut, das wir schützen müssen, wie unsere Grüne Klubobfrau, Sandra Krautwaschl, betont: „Ein lebendiger Boden versorgt uns mit Nahrung und sauberem Wasser, er schützt uns vor Hochwasser, wirkt durch Verdunstung als natürliche Klimaanlage und erhöht letztlich unsere Lebensqualität.“  Unsere zentrale Forderung an die Landespolitik lautet daher: Bodenschutz JETZT!

Der Schutz unserer Lebensgrundlage ist Aufgabe der Bundesländer. „Die Schwarz-Rote Landesregierung hat es in der Hand. Sie kann mit einer Reform des Raumordnungsgesetzes die Bodenversiegelung stoppen. Derzeit wird dieses Steuerungselement nicht ausreichend genutzt und ist in der derzeitigen Form viel zu zahnlos“, kritisiert Krautwaschl.
Die Probleme schlechter Raumplanung sind nur allzu gut bekannt: Es wird zu viel auf der grünen Wiese gebaut, Ortskerne sterben aus, schützenswerte Natur fällt Neubauten zum Opfer. „Viele Gemeinden haben aus der Vergangenheit einen Rucksack geerbt, mit dem wir alle nicht glücklich sind: Doch vor Jahren gewidmetes Bauland kann nicht einfach rückgewidmet werden. Umso wichtiger ist es, mit einer zukunftsorientierten Raumplanung die wahllose Versiegelung zu stoppen“, sagt die Grüne Klubobfrau.
Das öffentliche Bewusstsein für dieses Problem ist mittlerweile sehr hoch. Genau deshalb brauchen wir Gesetze, die wirken. Krautwaschl abschließend: „Beton macht nicht satt. Beton lässt Wasser nicht versickern. Beton speichert kein CO2. Bodenschutz ist daher zentral für eine lebenswerte Umwelt und dafür, wie wir die Folgen der Klimaerwärmung eindämmen können.“