Schulstraße Aribonenstraße: Mehr Sicherheit für unsere Kinder

In den Morgenstunden spielen sich vor den Schulen oft chaotische Szenen ab. Der Grund? Viele Eltern bringen ihre Kinder gleichzeitig mit dem Auto zur Schule. Dies führt nicht nur zu gegenseitigen Behinderungen der „Elterntaxis“, sondern birgt auch erhebliche Sicherheitsrisiken, da sich Kinder oft zwischen den Fahrzeugen zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchschlängeln müssen.

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Eine Lösung für dieses Problem sind Schulstraßen, die eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn für den Autoverkehr gesperrt werden. Dies schafft mehr Platz für die Kinder und gewährleistet einen sicheren Schulweg. Seit dem Beginn des Schuljahres 2023/24 ließ Vizebürgermeisterin Judith Schwentner bereits an drei Standorten in Graz Schulstraßen einrichten, darunter auch bei der Volksschule Straßgang in der Aribonenstraße. Dort wird die Straße zwischen 7:15 und 7:45 Uhr für den Autoverkehr gesperrt, sodass sie den Kindern allein gehört und sie sich frei und sicher bewegen können. Die Verkehrssicherheit ist nicht der einzige Grund, warum es sinnvoll ist, Kinder nicht unbedingt mit dem Auto bis vor die Schultüre zu bringen, wie der Grüne Straßganger Bezirksrat Michael Faschinger betont:

„Kinder lieben und brauchen Bewegung. Der tägliche, eigenständig zurückgelegte Schulweg trägt zum körperlichen und seelischen Ausgleich bei. Außerdem lernen die Kinder früh, Verantwortung zu übernehmen. Und abgesehen davon: Wer erinnert sich denn nicht daran, dass der gemeinsame Schulweg mit den Klassenkamerad:innen oft der schönste Teil des gesamten Schultages war?"

Faschinger hofft, dass dieses Konzept in Graz Schule machen wird. Jede interessierte Schule kann grundsätzlich bei der Abteilung für Verkehrsplanung den Wunsch nach einer Schulstraße äußern. Diese prüft dann das Anliegen auf Umsetzbarkeit und bespricht mit der Schule, dem Bezirk und den beteiligten Fachabteilungen das weitere Vorgehen.