Erfolgsgeschichten aus Mariatrost: Jugendliche Schutzsuchende auf dem Weg in ein friedliches und geregeltes Leben
"Habt Ziele und arbeitet daran, bis diese erreicht sind, denn das Hoffnungsmeer ist groß und ich bin der erste, der da drinnen schwimmt", sagt der 17-jährige Ahmad aus Syrien. Er ist einer von 30 jugendlichen Schutzsuchenden, die in den vergangenen zwei Jahren Zuflucht im „Welcome Mariatrost“ gefunden haben, einem Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
Diese Einrichtung der Caritas Steiermark kümmert sich nicht nur um die Unterbringung, sondern auch um die soziale Betreuung der 15-18-Jährigen. „Blick ins Grüne“ hat mit fünf von ihnen über ihre Erfahrungen in Mariatrost gesprochen. Dabei berichteten Ezaldien, Emanuel, Mohamad, Yassin und Ahmad überwiegend Positives über ihre Zeit in den grünen Hügeln unseres Bezirks.
Besonders die Ruhe und die Natur haben es ihnen angetan. Auch die Freundlichkeit der Mariatroster:innen ist ihnen in positiver Erinnerung. Der Mariatroster Alltag der Jugendlichen war abwechslungsreich. Wenn sie nicht gerade in der Schule oder Deutschkursen saßen, begeisterten sie sich für Fußball. Emanuel fand über Vermittlung der Grünen Mariatrost sogar eine Lehrstelle im Landgasthof „Häuserl im Wald“ „Das Team ist sehr gut zu mir, und ich möchte mich für die Chance bedanken, dass ich dort eine Kochlehre machen darf“, sagt er. Sein Tipp für Menschen in ähnlicher Situation: „Wenn man Deutsch kann, eröffnen sich viele Möglichkeiten.“
Auch die anderen Jugendlichen fanden Unterstützung bei der grünen Bezirksgruppe. So hat der Bezirksrat auf Antrag der Grünen einen Budgettopf eingerichtet, aus dem den jungen Schutzsuchenden Aufwandsentschädigungen gezahlt wurden, wenn sie Tätigkeiten wie Rasenmähen für öffentliche Vereine ausübten. „Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, freut sich die grüne Bezirksrätin Astrid Wlach: „Die Mariatroster:innen haben die Jugendlichen auf großartige Weise unterstützt. Dafür möchte ich meinen Dank aussprechen.“