Unsere Visionen für Weiz
MEHR SICHERHEIT FÜR FUSSGÄNGER:INNEN
Wie auch in der letzten Gemeinderatssitzung festgestellt wurde, passieren in Weiz immer noch zu viele Unfälle mit Fußgänger:innen. Auch die wahrgenommene Sicherheit im Fußverkehr ist an vielen Stellen nicht ausreichend, etwa in Teilen der Hans-Sutter-Gasse oder in der Klammstraße. Vielerorts sind Gehsteige zu schmal für Kinderwagen oder Gehhilfe.
Es bestehen weiters auch Konflikte zwischen dem Fußverkehr und Radfahrer:innen. Dank Grüner Regierungsbeteiligung bestehen zwar für die Gemeinden nun mehr Möglichkeiten, 30er-Zonen einzurichten, eine moderate Angleichung von Geschwindigkeiten und Maßnahmen an einzelnen Kreuzungen stellen aber letztlich nur eine Symptombekämpfung dar.
Es muss dem Zu-Fuß-Gehen künftig auf allen Planungsebenen ein höherer Stellenwert beigemessen werden. Dies wurde auch im Rahmen der Mobilitätswoche vergangenen Herbst von Vortragenden unterstrichen und ist ein Grundanliegen der Grünen.
WASTI WEITERENTWICKELN
Ein Ziel der Gemeinde in den nächsten fünf Jahren sollte es sein, das Weizer Anruf-Sammel-Taxi, kurz WASTI, im Sinne der nachhaltigen Mobilität weiterzuentwickeln. Dazu müssen die Fahrzeuge familiengerechter werden, das heißt, die einfache Möglichkeit bieten z.B. Kinderwägen zu transportieren.
Weiters sollten bei Neuanschaffungen nur noch emissionsfreie Fahrzeuge berücksichtigt werden. Und zuletzt ist über eine Ausweitung der Betriebszeiten nachzudenken, damit das Angebot auch für Berufstätige auf der ersten und letzten Meile attraktiver wird.
FÜR KINDER
Begrenzte Ganzjahresangebote und hohe Kosten erschweren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, was vor allem für Frauen belastend sein kann.
Es muss weiterhin garantiert werden, dass in Weiz für jedes Kind, für das es gewünscht ist, ein Kindergartenplatz zur Verfügung steht. Und Kinderbetreuung muss für alle leistbar sein. Außerdem sollten Möglichkeiten geprüft werden, die Schulverpflegung wieder von einem lokalen Anbieter zu beziehen. Dies würde die regionale Wertschöpfung steigern und lange Transportwege vermeiden.
FÜR DICH UND DAS KLIMA
Die Gemeinde als unser unmittelbarer Lebensraum, ist der Ort an dem wir die klimatischen Veränderungen ganz direkt spüren, etwa langanhaltende Hitzewellen und heftige Starkregen.
Durch ausreichend Begrünung können die Auswirkungen zumindest abgeschwächt und die Aufenthaltsqualität in der Stadt gesteigert werden. Ebenso sollte die Biodiversität in der Gemeinde erhöht werden. Hierbei könnten Bürger:innen finanziell unterstützt werden, ihre Gärten und Balkone ökologisch wertvoller zu gestalten – denn heimische Arten von der Gärtnerei kosten deutlich mehr als der invasive Strauch vom Baumarkt.
In einer im Juli 2024 veröffentlichten Analyse hat Greenpeace 471 Gemeinden in Österreich identifiziert, in denen im Jahr 2050 ein hohes Risiko für Dürren besteht. Auch Weiz liegt in einer Region mit erhöhtem Risiko von Wasserknappheit in trockenen Jahren. Hier sollten rechtzeitig entsprechende Vorsorgen getroffen werden, damit auch Mitte des Jahrhunderts der Zugang zu Wasser gesichert ist.