Ottendorf an der Rittschein im Laufe der Zeit

Ottendorf an der Rittschein im Laufe der Zeit

1914 trennte sich Oed von Ottendorf mit der Begründung, dass zwei Bürgermeister billiger seien als ein anzustellender Gemeindesekretär.

1949 wurde aus der Hartmannsdorfer Filiale die Pfarre Ottendorf gegründet, 1957 die vergrößerte Kirche geweiht. Ein reges Vereinsleben entstand.

1968 wurde aus den Gemeinden Walkersdorf (Bezirk Feldbach) Ziegenberg (Bez. Fürstenfeld) und Ottendorf (Bez. Weiz) die jetzige Gemeinde Ottendorf gegründet, die seither auch ein Standesamt führt. Altbürgermeister Leo Rabel versuchte ab 1990, in Walkersdorf ein Thermalbad und beheizte Glashäuser zu verwirklichen. Trotz erfolgter Tiefbohrung und Grundankäufen scheiterte das Projekt, genauso wie in Ilz. 2024 reichte der neue Besitzer dieses Geländes ein Projekt ein, das vorgab, Photovoltaik und Landwirtschaft zu kombinieren. Der Gemeinderat war nicht überzeugt davon.

Eine Gemeinderats-Partei sah übrigens 1985 die aus zwei Sekretären (und einem Gemeindearbeiter) bestehende Gemeindeverwaltung „als über Gebühr aufgebläht“. Dann kamen der Ausbau der Wasserversorgung und der Kanalisation, das Errichten von Gehsteigen und Straßenbeleuchtung, die Müllabfuhr sowie ein komplexes Baurecht hinzu. Der Personalstand stieg so inklusive Bautrupp auf 15 Vertragsbedienstete. Die Gemeinde Ottendorf ist nun ein Mittelbetrieb.

Leider hat Ottendorf wenig Einnahmen von Betrieben (Kommunalsteuer). Außerdem erhalten die steirischen Gemeinden pro Kopf im Jahr durchschnittlich nur € 1.131,- Steuer-Ertragsanteile, in Salzburg sind es beispielsweise € 1.397,- Ottendorf erhält als Gemeinde unter 10.000 Einwohner:innen überhaupt nur € 962,- pro Kopf und Jahr. Entsprechend angespannt ist die finanzielle Situation der Gemeinde.

Unsere Gemeinde hat außer Kindergarten und Schule viel zu bieten: hervorragende Vereine, ein ausgezeichnetes Pfarrleben, gute Gewerbebetriebe und nun Gott sei Dank auch wieder ein Kaufhaus, das mit einem guten Angebot unser Vertrauen verdient. Damit das so bleiben kann, bitten wir dich:

Fahr nicht immer fort. Kauf so oft es geht im Ort!