Gestalten statt nur verwalten

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Was wurde aus den vielen Vorhaben, die die Gemeinde verbessern und neugestalten sollten und seit Jahren angekündigt und versprochen wurden?

Vor der letzten Gemeinderatswahl 2020 wurde der Bau einer Kinderkrippe vom Bürgermeister angekündigt. Eine Arbeitsgruppe von Privatpersonen legte Konzepte für die Betreuung mittels Tagesmütter vor - aber 5 Jahre lang ist nichts passiert. Nach der Schließung des Nahversorgers gab es Initiativen für eine neues Lebensmittelgeschäft, bis jetzt ergebnislos. Das Gebäude „Gartenhansl“ wurde vor über 10 Jahren von der Gemeinde gekauft. Das Gemeindeamt sollte dorthin übersiedeln - bis jetzt herrscht Schweigen zu diesem Thema. Die Ortskapelle bekommt endlich einen neuen Proberaum, wir alle einen neuen Veranstaltungssaal. Wir sehen das sehr positiv. Völlig unverständlich ist jedoch die Vorgehensweise beim Schulumbau: Das Gebäude entspricht nicht mehr den Vorgaben des Landes. Mehrere hunderttausend Euro für Planung wurden ausgegeben, umgesetzt wurde bisher nichts.

Reisergrundstück - ein gutes Projekt, das von uns unter der Bedingung unterstützt wurde, dass günstiger Wohnraum für Gutenberger:innen entsteht. Eine Planung liegt vor, aber eine Projektumsetzung ist offiziell nicht in Sicht.

Im Rahmen der Bürger:innenbefragung haben sich die Bürger:innen für die Verschönerung des Ortszentrums ausgesprochen. In Arbeitsgruppen wurde die Gestaltung erarbeitet, die Umsetzung versprochen. Leider ist auch da nichts passiert.

Es ist nachvollziehbar, dass nicht alle Vorhaben rasch abgeschlossen werden können. Andere Gemeinden in ähnlicher finanzieller Lage zeigen jedoch, dass auch große Projekte erfolgreich umgesetzt werden können. Politisches Gewicht, Hartnäckigkeit und Gestaltungswille werden in Gutenberg oft schmerzlich vermisst.