Die Innenstadt von Hartberg und ihr schlummerndes Potenzial
Als ich nach Hartberg kam, habe ich die Stadt Hartberg zu Beginn als eine pulsierende Gemeinschaft erlebt, mit einer wunderschönen Altstadt, die zwar damals im Autoverkehr zu ersticken drohte, jedoch viel Entwicklungspotenzial hatte. Seitdem hat sich zwar einiges bewegt – auch in der Altstadt – jedoch nicht immer zum Besten der Stadt und ihrer Bewohner.
Das fortschreitende wirtschaftliche Sterben der Innenstadt und der damit verbundene Rückgang der Möglichkeiten des Miteinanders und des sozialen Lebens zeugen unter anderem von der immer noch ungelösten Verkehrsproblematik.
Die Stadt Hartberg ist Teil der Klima- und Energie- Modellregion des österreichischen Klimafonds. Dazu ist ein Maßnahmenpaket beschlossen worden, in dem man sich dazu bekennt, die Bevölkerung und auch Betriebe vom Potenzial des Umsteigens auf das Fahrrad zu überzeugen. Davon ist in der Innenstadt – speziell am Hauptplatz- vor allem in den Wintermonaten nichts zu bemerken. Der Hauptplatz verkommt immer mehr zu einem Parkareal, was umso unverständlicher ist, als stressfreies Parken in der Hartberger Innenstadt im komfortablen „Sparkassen-Parkdeck-Alleegasse“ möglich und es der perfekte Ausgangspunkt ist, um Hartberg zu erkunden, durch die Altstadt zu flanieren und einen gemütlichen Einkaufsbummel zu unternehmen (zitiert aus der Homepage der Stadtgemeinde).
Es bedarf eines gemeinschaftlichen Hinschauens und Handelns zu diesem Bekenntnis, um auch in der Innenstadt eine frühzeitige Anpassung an den menschengemachten Klimawandel und dessen Auswirkungen zu ermöglichen.