Gegen
das Vergessen
Stolpersteine in Graz erinnern an die Opfer der NS-Diktatur.
Die goldenen Tafeln mahnen uns, Diskriminierung zu bekämpfen und eine Welt zu
fördern, in der Freiheit und Vielfalt gelebt werden.
Sind sie Ihnen auch schon mal aufgefallen? Die
goldenen Vierecke, die in Graz, und ganz besonders im Gries, in die Gehsteige
eingelassen sind? Da stehen Namen drauf, Lebensdaten - und man muss sich
bücken, um alles lesen zu können. Wer sich also vor dem goldenen Stein nach
vorne beugt, verneigt sich vor der Person, an die dieser Stein erinnert.
Es handelt sich um sogenannte “Stolpersteine”,
um Denkmäler für Personen, die während der NS-Diktatur verfolgt, enteignet oder
ermordet wurden.
Dass es auch heute noch wichtig ist, dieser
Personen zu gedenken, zeigt sich an den stark gestiegenen antisemitischen
Vorfällen in den letzten Jahren.
Nach Ende des 2. Weltkriegs zeigte sich die
österreichische Politik tief erschüttert angesichts der Verbrechen der
Nationalsozialisten. Man einigte sich darauf, dass so etwas nie wieder
passieren dürfe. Dieser Vorsatz muss auch heute noch gelten!
"Die überall in der Stadt verteilten
Stolpersteine zeigen uns eines sehr eindrucksvoll: Jede:r in Graz wusste davon.
Niemand konnte behaupten nicht mitbekommen zu haben, dass in jeder einzelnen
Straße Menschen verschwanden. Der Holocaust mag in Auschwitz und Mauthausen
geendet haben, aber er begann hier in Graz und in anderen Städten.“, so Gemeinderat
Tristan Ammerer, Obmann im Verein für Gedenkkultur.
Die Stolpersteine werden vom “Verein für
Gedenkkultur in Graz” verlegt und sollen uns täglich an die Menschen erinnern,
die Opfer des Nazi-Regimes wurden. Denn nur, wenn wir uns unserer Vergangenheit
bewusst werden, können wir daran arbeiten, die begangenen Fehler nicht zu
wiederholen. Eine Welt, in der jeder Mensch frei leben kann, ungeachtet seiner
Religion, Herkunft, Geschlecht, Sexualität oder körperlichen Fähigkeiten, dafür
setzen wir Grüne uns ein.
So kannst du selbst aktiv werden: https://www.stolpersteine-graz.at/verein/