Premstätten: Der Roa ...

Die Geschichte vom ROA

Denke ich an meine Jugendzeit in Oberpremstätten zurück, kommen mir meine „Ausflüge“ auf dem Ochsenwagen unseres Nachbarn auf die nahegelegenen Felder in Erinnerung. Wir fuhren zur Ernte der Rüben oder um Mist auf die Felder zu bringen.

Es war damals selbstverständlich, dass zwischen den angrenzenden Feldern, Abstände („Roa“) von ca. einem halben Meter, gewährleistet waren. Es war gelebter Landschaftsschutz. Kornblumen, Wicken, Löwenzahn, Schafgarbe und niederes Buschwerk konnte unbehindert wachsen. Dies wurde von Bienen und Insekten als Futterspender genützt.

Die damals heimische Kleinfauna, wie Rebhuhn, Kiebitz, Feldhase und Fasane konnten sich dort noch natürlich vermehren. Diese Roa wurde im Herbst und Winter zum Windschutz und zur Belebung der kahlen Felder und gleichzeitig ein wichtiger Rückzugsort für das Getier.

Wie schön wäre es, auf Felder zu blicken, die eingerahmt sind von blühenden Blumen und Sträuchern. Nun, dies wäre doch sinnvoll auch im Sinne der Renaturierung. Einige unserer Landwirt:innen in Premstätten machen sich bereits stark für unser Grundwasser (Verein Wasserschutz). Da wäre es doch ein Gutes, weitere Veränderungen zuzulassen, um für eine lebenswerte Zukunft unserer nächsten Generationen zu sorgen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf ein Youtube-Video verweisen: „Klimawandelangepasste Land- wirtschaft durch Agroforst und Wassermanagement“.

Günther Nograsek